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Mitarbeiterbefragungen als Gradmesser der Zufriedenheit

geschrieben am 26. Februar 2010 von Angélique Morio

Mitarbeiterbefragungen sind mittlerweile in vielen Unternehmen ein häufig eingesetztes Mittel, um Mitarbeiterzufriedenheit zu messen. Nicht immer bringen diese Maßnahmen das gewünschte Ergebnis oder den erhofften Erfolg. Worauf ist bei der Durchführung von Mitarbeiterbefragungen achten, was sollte berücksichtigt oder vermieden werden?

Ich habe schon in einigen Unternehmen erlebt, dass die Entscheidung eine Befragung durchzuführen schon getroffen ist, aber die Entscheidung, was mit den Ergebnissen passieren soll, völlig unklar ist.  Auch habe ich schon erlebt, wie eine Befragung mit unerwartet schlechten Ergebnissen einfach in der Schublade verschwand und die Ergebnisse nicht wirklich kommuniziert wurden.

Für Mitarbeiterbefragungen gilt: „Wer A sagt, muss auch B sagen“. Wenn Mitarbeiter sich Zeit nehmen und anhand eines Fragebogens ihre Meinung zu unternehmensrelevanten Themen abgeben, ist die Kommunikation der Ergebnisse (egal in welcher Form und in welchem Detaillierungsgrad) ein wichtiger Bestandteil der Befragung. Werden z.B. Ergebnisse der Befragung nicht an die Mitarbeiter kommuniziert, führt das in der Regel dazu, dass die Teilnehmerquote mit jeder weiteren Befragung sinkt. Wenn ein Unternehmen im Ernstfall mit schlechten Ergebnissen nicht umgehen kann oder will, ist es besser keine Befragung durchzuführen als die Ergebnisse „einfach unter den Tisch fallen zu lassen“. Aus diesem Grund ist es hilfreich vor der Entscheidung einer Mitarbeiterbefragung mit der Geschäftsführung abzustimmen, was passieren soll, wenn die Ergebnisse deutlich schlechter als erwartet ausfallen würden. Das gleiche gilt auch, wenn keine Zeit oder kein Budget vorhanden ist, um nach der Befragung weiterführende Maßnahmen umzusetzen. Auch hier wäre ein Unternehmen besser beraten, den Zeitpunkt der Befragung zu verschieben.

Wenn die Entscheidung für eine Mitarbeiterbefragung gefallen ist, sind folgende Schritte in der Vorgehensweise wichtig:

  • Genaue Zieldefinition durch Geschäftsführung und Personalabteilung
  • Feststellen der IST-Situation (aktuelle unternehmerische Herausforderungen, …)
  • Konzeption der Befragung (Definition der Frageblöcke, Formulierung der Fragen , ..)
  • Planung der Kommunikation (wie soll wer wann informiert werden)
  • Durchführung (Befragung, Monitoring der Teilnehmerquote, Kommunikation während der Befragung und Auswertung der Ergebnisse)
  • Abschlußbericht und Präsentation der Ergebnisse im ersten Schritt vor der Geschäftsführung
  • Ableitung und Definition von Folgemaßnahmen
  • Kommunikation der Ergebnisse und Folgemaßnahmen im Unternehmen
  • Umsetzung der Folgemaßnahmen
  • Controlling (Überprüfung der erreichten Ziele und Maßnahmen)

Mitarbeiterbefragungen durchzuführen, sieht auf den ersten Blick sehr einfach aus. Bei genauerer Betrachtung stellt sich heraus, dass bei einer verantwortungsvollen Anwendung einer Befragung, die über eine reine Diagnosefunktion hinausgeht, wesentliche Aspekte zu berücksichtigen sind. Doch gerade dann bietet das Instrument der Mitarbeiterbefragung sowohl enormes individuelles als auch organisatorisches Weiterentwicklungspotenzial.

Gerne sende ich Ihnen kostenfrei eine detaillierte Checkliste für die Durchführung von Mitarbeiterbefragungen zu und bitte Sie mich per Email oder Telefon zu kontaktieren.